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Die neue Version von Windows XP (Codename Whistler) Beta 2 Build 2462 liegt nun endlich auch in deutsch vor und rechtfertigt damit einen ausführlichen Test des neuen Systems auf seine Fähigkeiten im 3D-Bereich. Das neue System soll nun endgültig die Windows 9x / ME und die Windows NT / 2000 Serie zusammenführen. Im Klartext heißt das, dass die Stabilität und Sicherheit von Windows NT / 2000 und die Multimediafähigkeit von Windows 9x / ME zusammen ein komplett neues und leistungsfähiges System ergeben - davon wollte ich mich selbst überzeugen ...
Dieser Test beinhaltet die folgenden Rubriken:
Die Benchmarks unter Windows XP wurden mit den
unten genannten Benchmarks durchgeführt - die Konfiguration des Testsystem seht
ihr untenstehend. Die Einstellung der Benchmarks für diesen und alle anderen
Test von NVinside.de findet ihr hier.
Die Grafikkarte mit dem GeFORCE 2 GTS von NVIDIA wird ohne Umstände erkannt und auch mit den richtigen Treibern ins System übernommen. Die Treiber dürften in etwa der Version 10.01 entsprechen, die zur Zeit auch im Internet und auf meiner Site zu haben sind. Etwas schwerer war es, an die folgenden Versionsnummer von OpenGL und Direct3D heranzukommen:
Die Versionsnummer von OpenGL
ist eigentlich von der Treiberversion der Grafikkarte abhängig, da diese
Schnittstelle direkt von NVIDIA auf deren Grafikkarten zugeschnitten wird. Die
Datei opengl32.dll und die Datei d3d8.dll tragen die interne Versionsnummer
5.1.2462.0 - die Versionsnummer des vorliegenden Builds von Windows XP. Die
Versionsnummer der opengl32.dll in Windows 2000 lautet auf 5.0.2160.1, die in
Windows ME ist 4.0.1381.4. Das d3d8.dll weist unter Umständen auf eine
weiterentwickelte Version von DirectX 8.0 hin ...
Der 3D-Benchmark 3DMark 99 MAX lief weder unter Windows 2000 noch unter Windows XP - der Start des Programms wurde mit einem Hinweis auf die nicht vorhandene DirectX-Version 6.1 abgebrochen, was aber nicht sein dürfte, da DirectX komplett abwärtskompatibel ist. Dieses Problem scheint aber allgemein an der DirectX-Implementierung in den NT-Kern zu liegen, da das Problem sowohl unter Windows 2000 als auch XP auftratt. Das aber Windows XP den 3DMark2001 mitten im Benchmark ohne eine Fehlermeldung beendet, ist schon eher bedenklich. Der Benchmark bricht mitten im Dragothic-Demo mit High Detail ab, was vielleicht auf die enorme Menge an Texturen zurückzuführen ist - oder auf eine noch ungenügende Implementierung von DirectX 8.0, auf dem dieser Benchmark basiert ... Fazit: Im Vergleich zu den beiden anderen Systemen schneidet Windows XP sehr schlecht ab, was man aber im Moment noch auf den Beta-Status schieben kann. Die integrierte Treiberversion für den GeFORCE 2 GTS ist 10.00 - diese ist aber eigentlich auch auf anderen Systemen erfolgreich im Einsatz. Eine genaue Version von DirectX habe ich leider nicht herausfinden können, die Datei d3d8.dll trägt aber die Versionsnummer 5.1.2462. An der Implementierung von DirectX sollte Microsoft noch arbeiten, ansonsten kann das System schon im Beta-Stadium in den Grundfunktionen für 3D-Spiele überzeugen ... Die Messung wurde ab der Auswahl des Systems im Bootmenü bis zum letzten Zugriff auf die Festplatte nach Beendigung des Startvorgangs ausgeführt - das Einloggen und Anmelden am System wurde mittels der automatischen Einwahlmöglichkeit des jeweiligen Systems erreicht. Um realistische Ergebnisse zu erhalten, sollte man beachten, dass sowohl Windows ME als auch Windows 2000 komplett mit allen installierten Applikationen geladen wurde, wobei Windows XP in der Standardinstallation, ohne größere Modifikationen am System und den installierten Programmen, gestartet wurde. Deshalb sollten zur ermittelten Startzeit von Windows XP nochmals 10 - 20 Sekunden hinzuaddiert werden, um eine realistische Vergleichsbasis zu erhalten. Alle Angaben beziehen sich nur auf mein System und sind nicht allgemeingültig ...
Windows 2000 - 163,732 Sekunden Fazit: Im Vergleich zu Windows 2000 hat sich das Startverhalten extrem verbessert - die benötigte Zeit für einen Start ist mehr als fünf mal kürzer, obwohl eigentlich der gleiche Kern, wenn auch etwas modifiziert, zum Einsatz kommt. Trotz der Optimierung des Startverhaltens bleibt aber weder die Sicherheit noch die Stabilität auf der Strecke. Interessante neue Funktionen von Windows XP im Überblick Im neuen Windows sind zwei Funktionen hervorzuheben, die einem sofort ins Auge stechen, wenn man sich das System etwas genauer anschaut. da wäre zum einen die integrierte Funktion zum Brennen auf CDs und zum anderen die ClearType Technologie, die eine um 300% erhöhte horizontale Auflösung bietet und somit die Darstellung auf LCD-Displays enorm verbessert. Eine weitere, wenn auch unsichtbare Verbesserung, ist die neue Kompatibilitätstechnologie, die es ermöglicht viele Programme unter Windows XP einzusetzen, die noch unter Windows 2000 ihren Dienst verweigert haben. Mittels der integrierten Brennfunktion kann man einfach per Rechtsklick oder Drag & Drop Dateien auf CD brennen - so wie man sonst auch mit Disketten arbeitet. Diese Vorgehensweise erspart es dem Anwender, erst umständlich seine Brennsoftware zu starten, das CD-Format auszuwählen und dann erst den Brennvorgang zu starten. Ein letztes, hier erwähntes, Gimmick ist die Sprachintegration, die Texte jeglicher Art in mehr oder weniger verständlicher Art und Weise zu Gehör bringt - zum Glück kann man das tempo selbst bestimmen ;-)
Fazit: Im Vergleich zu Vergleich zu den vorhergegangenen Versionen von Windows hat sich hier nicht sehr viel verändert. Einige Funktionen wurden im Detail verbessert und nur sehr wenige, wie z.B. die integrierte Brennfunktion, wurden wirklich neu implementiert. Diese kleinen Verbesserungen können einem aber das Arbeiten mit Windows enorm erleichtern. Die Hardwareerkennung in Windows XP ist enorm zuverlässig. Selbst ungewöhnlichere Hardwareteile wie z.B. der Promise IDE-Controller, der unter Windows 9x, ME und 2000 noch von Hand installiert werden musste, wird jetzt automatisch erkannt und eingebunden. Was ich interessant fand, war der neue Eintrag Prozessoren, der jetzt gesondert aufgeführt wird und einige Untersuchungen an der CPU ermöglicht - dies deutet wahrscheinlich schon die Multiprozessorfähigkeit von Windows XP an ...
Die neuen Versionen des Internet
Explorers und des MediaPlayers werden in absehbarer Zeit auch für Windows 9x /
ME und Windows 2000 erscheinen. Die neueste Beta-Version des Internet
Explorers 6 wurde vor kurzem sogar schon als Public-Beta unter die Leute
gebracht. Die neuen Versionen bringen nicht viele Neuerungen, außer der
besseren Stabilität und der erhöhten Geschwindigkeit, hat sich kaum etwas
geändert. die größte Neuerung im MediaPlayer dürften die neuen Skins sein, die
aber zum größten Teil auch nicht interessanter sind als die im Vorgänger ...
Der schon aus Windows 2000 bekannte Ruhezustand wird anscheinend auch in Windows XP mit dabei sein. Dieses Feature erlaubt es, denn RAM-Inhalt auf Festplatte zu speichern und diesen beim nächsten Start wieder direkt in den RAM zurückzusichern - dies ermöglicht einen nochmals extrem verkürzten Startvorgang, mit dem positiven Nebeneffekt, dass man genau dort weiterarbeiten kann wo man aufgehört hat, da der komplette Desktop mit allen geöffneten Dokumenten wiederhergestellt wird. Die neue Remotverwaltung ermöglicht die Ferndiagnose und Wartung von einem anderen PC aus - der User erlaubt einem PC02, auf seinen PC01 zuzugreifen. Damit hat PC02 den Desktop von PC01 auf seinem Monitor und kann damit lokale Probleme so lösen, als säße er direkt vor PC01.
Das Eigenschaftsfenster der Laufwerke wurde enorm erweitert. So kann man jetzt spezifische Aufgaben, die bisher nur mit gesondert erworbenen Programmen möglich waren, direkt aus dem Kontextmenü heraus lösen. Das neue Startmenü soll die Übersicht und Bedienbarkeit enorm erhöhen - es gibt aber die Option, auf das gewohnte Windows-Startmenü umzuschalten ...
Fazit: Im Vergleich zu den vorherigen Versionen von Windows hat sich doch einiges getan. Die meisten Neuerungen sind aber für den normalen User nicht ersichtlich oder nicht notwendig. Die wohl augenscheinlichste Neuerung ist die neue Oberfläche, die sich aber bei Bedarf sofort abschalten lässt. Viele der neuen Gimmicks beziehen sich nur auf die optische Erscheinung - so gibt es z.B. ein Menü, in dem sich alle grafischen Optionen wie das Ausblenden der Menüs, die Transparenz der Symbole, etc. einstellen lassen. Eines der interessantesten neuen Features für den Normalanwender dürfte die zusätzliche Leiste im Explorer mit hilfreichen Aktionen und Anwendung zum aktuell markierten Feld sein. Ein Bild dazu kann mit einem Klick auf den Thumbnail aufgerufen werden: Das beste OS von Microsoft seit MS-DOS. Microsoft hat mit diesem System das erste mal wirklich so gut wie alle Versprechungen die die Schnelligkeit, Stabilität und Sicherheit des Systems betreffen wahr gemacht. Schon in der Beta-Version läuft das System weitaus schneller als MS Windows 2000 - trotzdem es dessen "langsamen" Systemkern benutzt - und sichtlich stabiler als MS Windows 9x / ME, dessen Multimediafähigkeiten es mittlerweile vollständig beherrscht. Bleibt nur noch zu hoffen , dass Microsoft von seiner neuen Lizensierungs- und Aktivierungspolitik Abstand nimmt und dieses Produkt nur im positiven Sinne vollendet ...
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- 17.04.2001 |
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