Zalman ist ja schon seit Langem für seine
Low-Noise
und Passiv-Kühler bekannt, so dass es nur eine Frage der
Zeit war, bis die ersten passiven VGA-Kühler erscheinen.
Zwar gab es schon den ZM17,
doch konnte dieser in seiner Leistung nicht sonderlich überzeugen.
Nun sind seit ca. einem halben Jahr die beiden Heatpipe-Kühler
ZM50 und ZM80 auf dem Markt und seit einiger Zeit auch die ZM80A-HP,
welche eine verbesserte Version der normalen ZM80 ist - erstere, also die ZM50, ist für
'kleine' Karten wie die NVIDIA MX Serie gedacht, die ZM80 für die großen
Modelle von ATi und NVIDIA. Ob der Kühler nun wirklich das Potential hat, eine
NVIDIA GeFORCE 4Ti4600 ohne einen aktiven Lüfter ausreichend
zu kühlen, soll dieser Test zeigen.
Eine Danksagung geht an PCSilent, die uns den Kühler freundlicherweise zur Verfügung
gestellt haben.
Ausstattung
Zalman
ZM80-HP - Inhalt
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..:| Features |:..
Gewicht: 385g
Heatpipe: Vergoldetes Kupferrohr
Kühlermaterial: Aluminium
Kühlfläche: ca. 1000 cm²
(bei der verbesserten Version ZM80A: ca.
1300 cm²)
nicht für Matrox Parhelia und Voodoo 4/5 geeignet
Der Kühler kommt in einer Blisterverpackung
als Bausatz daher - hat man ihn erstmal ausgepackt, fällt einem
sofort die Vielfalt an Einzelteilen auf:
Zum einen gibt es zwei Tüten Kleinteile, von denen die Zweite
aber nur nur zusätzliche Ersatzteile beinhaltet, zum anderen mag man
sich über die verschiedengroßen Grundkühlkörper wundern. Doch hierfür
gibt es eine ganz einfach Lösung: je nach Grafikkartentyp sind verschiedene Bohrungen zur Aufnahme des
Originalkühlers in der Platine erforderlich.
Da die Heatpipe aber universal einsetzbar sein soll, legt Zalman einfach
zwei Versionen der Kühler bei (jeweils bestehend aus einem Kühler,
der direkt auf der GPU montiert wird und einem Kühlkörper, der
auf der Rückseite der Karte verbaut wird).
Welchen der Kühler man nun benutzt ist davon abhängig, an
welcher Stelle die Bohrungen um die GPU liegen, bei einer GeFORCE 4Ti benutzt man
z.B. den Größeren, bei einer GeFORCE 2 den Kleineren - die zwei
großen Alukühlplatten, die für
den eigentlich Wärmeaustausch mit der umgebenden Luft zuständig
sind, passen dementsprechend natürlich auf beide Versionen der
Grundkörper.
Weiterhin findet man noch die eigentliche Heatpipe,
ein sehr ausführlich bebildertes Handbuch, eine kleine Packung
Silmore Wärmeleitpaste und zu guter Letzt noch einen Schraubenzieher
(der allerdings für die recht kleinen Schrauben etwas feiner
sein könnte) in der Verpackung.
Zusammenbau
Der Zusammenbau gestaltet sich, wenn man nicht allzu
ungeschickt ist, recht einfach und sollte in kurzer Zeit geschafft
sein.
Eine genaue Erklärung kann ich mir an dieser Stelle ersparen,
da hier das Handbuch bestens seinen Zweck erfüllt; zusätzlich
kann man sich noch auf der Homepage von Zalman eine kleine Flash-Animation
unter "How
to install" zum Zusammenbau ansehen.
Zuerst muss man natürlich den vorhandenen
Originalkühler von der Karte entfernen, da dieser meist nur mit
einfachen Pushpins befestigt ist, sollte es im Grunde kein großes
Problem darstellen.
Wenn die originale Wärmeleitpaste zu sehr kleben sollte, kann
man versuchen den Originalkühler vorsichtig mit einem Schraubenzieher
herunter zu hebeln - um dabei die Bauteile der Karte zu schützen,
ist es wichtig z.B. ein Taschentuch oder ein Stück Pappe unter
den Schraubenzieher zu legen. Dann muss noch die originale Wärmeleitpaste
gründlich entfernt werden.
Sind zusätzlich noch Kühlrippen auf den Speicherbausteinen
verbaut (wie z.B. bei Karten von Gainward) können diese im Regelfall
an ihrer Position belassen werden, da der Zalman Kühler ausschließlich
die eigentliche GPU kühlt und durch seine Bauweise recht viel
Abstand zwischen der Platine und den großen Kühlplatten
lässt.
Am Aufwendigsten ist es zunächst, den Grundkühler
für die GPU wirklich gerade auszurichten. Hierzu ist es nötig,
die beiden Metallarme für die Befestigung richtig auf den Lochabstand
und deren Position auszurichten. Es ist ratsam, zunächst keine Wärmeleitpaste
aufzutragen, um nicht aus Versehen die Karte zu 'versauen'.
Hat man die korrekte Position der Befestigungsarme eingestellt, kann
man den Chip mit etwas Wärmeleitpaste bestreichen und den vorderen Grundkühler
montieren.
Zusätzlich zu dem guten Handbuch sind auch die Grundkörper
beschriftet, womit ein verkehrter Zusammenbau wirklich ausgeschlossen
sein sollte.
Was sofort auffällt ist, dass der Kühler
an den Seiten etwas zu klein für den Chip ist. Dies sollte aber
nicht ein zu großes Problem darstellen, da der eigentlich Grafikprozessor
doch einiges kleiner ist, als sein Gehäuse vermuten lässt.
Hauptsächlich wird die Wärme über die mittlere Metallplatte
des Chips (wie z.B. auch bei einer VIA-Northbridge) abgegeben, welche
komplett vom Kühler bedeckt ist.
Zalman
VGA-Heatpipe ZM80-HP - Grundkühler
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Ist erstmal der Grundkühler für die GPU
montiert, ist es sehr einfach den Rückseitigen auszurichten und
zu montieren.
Wenn nun beide Kühler befestigt sind, muss die Aufnahmevertiefung für
die Heatpipe mit Wärmeleitpaste bestrichen und die gebogene Heatpipe
auf die Konstruktion geschoben werden.
Hier sollte man drauf achten nicht die ganze Wärmeleitpaste wieder
herunter zu
schieben - recht gut geht es, wenn man die Heatpipe zunächst gerade
nur auf die hintere Aufnahme schiebt und dann zur Seite kippt, bis
sie richtig in der vorderen Aufnahme sitzt.
Die richtige Lage zur Karte und zu den Aufnahmen ist ebenfalls eindeutig
im Handbuch gekennzeichnet, so dass man eigentlich auch hier keinen
Fehler machen kann.