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Zalman VGA-Heatpipe ZM80-HP


Testsystem

Das Testsystem ist für eine passive Kühlung leider etwas ungeeignet, jedoch war es unumgänglich, da der Testrechner kurz vor dem Test in ein neues Gehäuse gezogen ist. Dies ist ein noch nicht bearbeitetes Servergehäuse, was hießen soll, dass keinerlei Gehäuselüfter verbaut sind - nur die generellen Komponenten wie die Netzteillüfter sorgen für die Abfuhr der erwärmten Luft. Aber dadurch kann der Test auch stellvertretend für ein wirkliches Silent-System gelten, in dem nicht einmal ein Gehäuselüfter die Ruhe stören soll.
Um diesen Umstand weitestgehend zu kompensieren, wurden alle Messungen einmal mit und einmal ohne Seitenwand durchgeführt, anhand der unterschiedlichen Werte kann man dann erahnen, in wieweit eine gute Gehäusebelüftung bei einem geschlossenem System die Temperaturen beeinflussen wird. Ansonsten sieht die Hardware wie folgt aus:

Hardware Software

Leadtek WinFast A250 Ultra TD

AMD Athlon XP (Palomino) 1700+ @ 1630MHz (1900+) mit 170x9,5
2x 256MB Samsung PC333 CL2,5 @ 170MHz 2-3-3-6-3-1 mit 2,8V
Epox 8K5A2+ @ 170MHz
1x WD600BB 60GB UDMA100 HDD
1x IBM DTLA 30GB UBMA100 HDD
Soundblaster Live! Value

Windows XP Professional Build 2600 SP1
VIA 4in1 4.50
NVIDIA Detonator XP 40.72
Soundblaster 12.2.252
 

Der Prozessor wird mit einem Alpha PAL 8045 und einem 80mm Delta SHE gekühlt, was bedeutet, dass ein ordentlicher Luftstrom von der CPU auf die Rückseite der Grafikkarte und somit dem rückwärtigen Kühler drückt.
Da die Karte von Leadtek leider keine interne Temperaturüberwachung besitzt, kam das CompuNurse LCD-Thermometer zum Einsatz. Der zwar schon extrem dünne Fühler sollte allerdings nicht die Kontaktfläche zwischen Kühler und GPU beeinflussen, so dass er ganz am Rand des Chips befestigt wurde (bei dem Zalman-Kühler die Stelle, an der der Chip seitlich über den Kühler ragt). Somit sollten zu den ermittelten Werten noch 10 - 15 °C addiert werden, um die tatsächliche Oberflächentemperatur zu erhalten.
Getestet wurde mit dem 3D Mark 2001, wobei mit dem Nature Test die höchsten Temperaturen erreicht wurden. Dieser lief nun in einer Endlosschleife für ca. 20 Minuten, da sich ab hier nichts mehr an den Werten änderte. Die Idle-Werte wurden nach einiger Zeit Leerlauf abgelesen, als sich die Temperaturen auf einen konstanten Wert eingependelt hatten.


Ergebnisse

Zu den Ergebnissen ist zuerst noch Folgendes zu sagen: Nachdem mir die ermittelten Temperaturen des aktiven Leadtek-Kühlers teilweise recht hoch erschienen, überprüfte ich die Karte und musse mit Erschrecken feststellen, dass ich bei den letzten Umbauten vor ca. 2 Monaten anscheinend vergessen hatte, auch die zwei aktiven Lüfter anzuschließen. Im normalen Betrieb gab es allerdings nie Probleme, bei denen es schon hätte auffallen können. Also beschloss ich, den Leadtek-Kühler auch Passiv durchzumessen und die Werte mit in den Vergleich mit einfließen zu lassen.

VGA Kühler - Messergebniss

Zusätzlich habe ich noch die Temperaturen der Northbridge gemessen, um zu sehen, was für ein Einfluss eine passive Kühlung und die Wärme abgebende Seite des Zalman-Kühlers auf die sonstigen Komponenten haben - die CPU-Temperatur habe ich auch mitgemessen, doch hatte hier keiner der Kühler eine Einfluss, so dass die Werte vernachlässigt werden können.

Northbridge Temperatur - Messergebniss

Es ist schon erstaunlich, was für ein Potential der originale Leadtek-Kühler besitzt, seien es zum einen die sehr guten Werte im aktiven Betrieb oder auch die noch akzeptablen im Passiven, zumal dieser Kühler eigentlich überhaupt nicht auf einen passiven Betrieb ausgelegt ist.
Aber auch die Werte der Zalman Heatpipe sind nicht zu verachten, mit einer guten Gehäusebelüftung sollte hier noch etwas mehr erreicht werden können. Aber selbst bei den obigen Testbedingungen und einem geschlossenem System kommen die Temperaturen nicht in komplett kritische Bereiche und das auch dann nicht, wenn man noch die 10 - 15 °C für die tatsächliche Chip-Temperatur aufrechnet.
Jedoch ist mit der Wärmeabgabe einer Ti4600 das Ende der Zalman Heatpipe erreicht und man sollte sich überlegen, ob es auch auf Dauer gesund für den Chip ist. Für entsprechend kleine Karten, wie eine Ti4200 oder Ti4400 oder Ältere (wie der GeFORCE 3), wird die Heatpipe aber ausreichend sein - auch bietet OCSystem z.B. seine übertaktete Radeon 9700 Pro mit diesem Kühler an.

Das diese Art der Kühlung aber auch ihre Nachteile mit sich zieht, sieht man recht gut an den Temperaturen der Northbridge; durch die hohe Wärmeabgabe auf der Rückseite wird dieser Bereich natürlich ordentlich aufgewärmt. Ein zusätzlicher Gehäuselüfter in der Seitenwand wird den Temperaturanstieg der Northbridge aber wohl vermindern können.
Ob das Funktionsprinzip der Heatpipe wirklich ein Nutzen bringt, ist schwer zu sagen; immerhin kommt der Leadtek-Kühler ohne aus. Laut Handbuch soll man die korrekte Funktionsweise überprüfen, indem man im Betrieb die beiden Seiten des Kühlers anfasst, welche dann in etwa gleich warm sein sollen. Dies war allerdings erst nach recht langer Zeit der Fall, wobei man dann schon denken kann, dass die Wärme von der Vorderseite nur über das reine Kupferrohr auf die Rückseite übertragen wurde, aber dies sei einfach mal dahin gestellt ...

Ob sich der Kühler auch zum Übertakten eignet, soll die folgende Seite zeigen ...


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